Es ist Adventszeit. Zeit für Glühwein, Weihnachtsmärkte, Geschenkewahnsinn und kürzere Tage. Es ist aber auch die Zeit der Besinnlichkeit, sich zurückzulehnen, dankbar zu sein und sich des Guten in der Welt gewahr zu werden. Wir von Mad Music wollen die besinnliche Zeit nutzen und jeden Advent ein Thema mit Ihnen teilen, welches uns am Herzen liegt. Zum 1. Advent geht es um:

Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche

Man möchte meinen, dass die Gesellschaft immer schizophrener wird. Auf der einen Seite wollen wir uns regional, gesund und bio ernähren, auf der anderen Seite wird diese Nahrung mit dem dicken (dieselfreien) SUV vom Unverpacktladen abgeholt. Es sollen Ressourcen eingespart werden, aber auf der anderen Seite tritt ab dem 01.01.2020 die Kassenzettelpflicht in Kraft. Das bedeutet mit den Bons könnte man laut Hochrechnungen die Erde 25 Mal umrunden. Dass es statt ehemaligen 4 Fashion-Kollektionen mittlerweile 12 in einem Jahr gibt, mal ganz abgesehen. Nun soll es auch noch eine Kohlendioxid-Steuer geben, um den Ausstoß des Treibhausgases zu mindern, derweil sinkt seit 1990 dieser kontinuierlich. Aber gut, an diesem Zustand können wir aktuell nichts ändern.

Nachhaltigkeit ist der Megatrend 2019. Es wird demonstriert, geupcycelt, für’s Klima demonstriert, was das Zeug hält. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist aus den politischen Reden und selbst aus der Werbung nicht mehr weg zu denken: Es gibt Hautcremes, die das Gesicht nachhaltig verjüngen. Politiker, die bei jeder Gelegenheit, ob es passt oder nicht, das Wort einstreuen, um bei dem umweltbewussten Bürger von heute Punkte zu sammeln. Aber was ist Nachhaltigkeit? Was bedeutet das Wort? Wo kommt es her und können wir es in der Veranstaltungsbranche überhaupt umsetzen?

Viele unserer Mitarbeiter bei Mad Music haben Kinder und wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, unseren Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Daher möchten wir heute zum 1. Advent aufzeigen, was wir in der Veranstaltungsbranche machen können, um unseren kleinen Teil für eine nachhaltigere Welt leisten zu können. Es geht darum nachhaltiger zu agieren, d.h. wo es geht zu reduzieren, optimieren, vermeiden und zu recyceln. Das ist unsere freiwillige Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit, welche eine Pflicht ist, die wir an uns selbst stellen, die ggf. irgendwann zum gesellschaftlichen Anspruch wird.

Was ist Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Bereits 1713 verwendete Hans Carl von Carlowitz den Terminus im Sinne eines langfristig angelegten verantwortungsbewussten Umgangs mit einer Ressource. Sprich: Es darf nicht mehr Holz gefällt werden, als jeweils nachwachsen kann. Nachhaltigkeit besteht heute eigentlich aus drei fundamentalen Säulen: die Ökologie (Umwelt), die Ökonomie (Wirtschaft) und die sozialen Aspekte. Zurzeit wird der Fokus sehr auf die ökologischen Aspekte gelegt und der Rest vergessen, derweil sind diese genauso wichtig.

Ein Unternehmen kann ohne Umsatz und Gewinn nicht überleben und erstrecht nicht ohne seine Mitarbeiter. Durch Nachhaltigkeitsstrategien muss man privat als auch geschäftlich nicht unbedingt auf etwas verzichten, man kann sogar eine Menge Geld sparen, einen Mehrwert schaffen und natürlich sein Image ins richtige Licht stellen. Weitere Vorteile von nachhaltigem Handeln können sein: verbesserte Unternehmensprozesse, verbessertes Risikomanagement, eine stärkere Positionierung am Personalmarkt und natürlich finanzielle Einsparungen.

Wir möchten Euch 7 Maßnahmen für ein nachhaltigeres Handeln in der Veranstaltungstechnik vorstellen:

Balance zwischen Ökonomie & Sozialem

Balance zwischen Ökonomie & Sozialem

Es klingt banal, aber die Rentabilität und Ökonomie eines Unternehmens sind Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Aber das sollte nicht der einzige Sinn der Firma sein. Die Herausforderung besteht darin soziale und ökonomische Aspekte nachhaltig und langfristig in Balance zu halten. Es müssen genug Aufträge reinkommen, um die Firma am Laufen zu halten. Damit ist nicht nur das wirtschaftliche Unternehmen, sondern auch die Arbeitsplätze gesichert. Die Mitarbeiter sollten dabei nicht über- aber auch nicht unterfordert sein. Firmenfeste, Grillabende, Herausforderungen und Wertschätzung fördern dabei die Motivation der Mitarbeiter.

Soziale & Wirtschaftliche Verantwortung

Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in einer Veranstaltungstechnikfirma. Die Geschäftsführung hat die soziale und wirtschaftliche Verantwortung deren Qualifikationen zu steigern, indem man bspw. Fortbildungen und Herausforderungen anbietet. Essentiell ist es natürlich auch deren Beschäftigung zu sichern. Auch wenn es für uns selbstverständlich klingt, aber die Einhaltung der Menschenrechte und Menschenwürde muss immer das oberste Gut sein. Das bedeutet auch seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Diskriminierung, Fremdenhass oder Korruption zu schützen. Vor allem die Veranstaltungsbranche ist ein quirliger, schriller, bunter Haufen. Wir müssen diese Werte leben und schützen.

Verantwortung gegenueber der Region

Verantwortung gegenüber der Region

Wir sitzen in Stuttgart und möchten unseren Teil dazu beitragen dem Gemeinwohl vor Ort zu dienen. Dabei achten wir zum Beispiel darauf, die Umwelt nicht zu verschmutzen, wir zahlen artig unsere Steuern und bieten Arbeitsplätze. Des Weiteren geben wir unsere jahrzehntelange Erfahrung weiter, indem wir motivierte, junge Menschen ausbilden. Dieses Jahr haben wir das erste Mal beim „Girls‘ Day“ mitgebracht, um unsere Faszination der Veranstaltungsbranche jungen Mädchen näher zu bringen und somit den Anteil weiblicher Beschäftigter in diesem Bereich vielleicht zu erhöhen.

Verantwortungsvoller Umgang mit Energie & Ressourcen

Verantwortungsvoller Umgang mit Energie & Ressourcen gegenüber der Region

Das Motto lautet: vermeiden, vermindern, recyceln, reparieren. Unnötiger Ressourcenverbrauch sollte vermieden und vermindert sowie der Müll, der entsteht, recycelt werden. Hierzu ein paar Beispiele: Ihr wollt eine coole Party oder eindrucksvolle Veranstaltung schmeißen? Dann kann man bei uns die passende Veranstaltungstechnik ausleihen, statt sie für teuer Geld selbst zu kaufen. Oder: Regelmäßig führen wir für Kunden Modernisierungen durch. Dabei setzen wir bspw. LED-Technik ein. LEDs sind weniger wartungsintensiv, haben einen geringeren Energieverbrauch und verursachen damit einen reduzierten Kostenverbrauch. Ebenfalls führen wir alljährliche Material-Wartungen unserer Kunden gemäß DGUV Vorschrift 3 durch. Zum einen wird dadurch der Schutz der Mitarbeiter des Kunden gewährleistet. Zum anderen bieten wir an, dass defekte oder beschädigte Geräte in unserer Elektrofachwerkstatt repariert und in Stand gesetzt werden können. In unserer Werkstatt verwenden wir ausgediente Rohstoffe neu und bauen daraus zum Beispiel Sonderbauten. Damit reduzieren wir Müll und folgen dem Megatrend des Upcycling . Die Sicherheit steht dabei natürlich an erster Stelle.

regionale Produkte

Auf regionale Produkte achten

„Made in Germany“ ist das Qualitätssiegel schlecht hin. Allerdings ist es nicht nur wegen der Qualität ratsam zu versuchen deutsche Produkte zu kaufen und zu verwenden. Die Produkte haben zum einen kürzere Transportwege und somit reduzierte CO2 Emissionen. Zum anderen wird die lokale Wirtschaft gefördert und nebenher auch auf die Einhaltung der Umweltschutzauflagen und Einhaltung der Menschenrechte geachtet. Also wenn das nicht mal noch ein paar gute Argumente für „Made in Germany“ sind.

Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltigkeit kann schon im Kleinen beginnen. Zum Beispiel, dass man im Büro auf (Einweg-) Plastik versucht zu verzichten. Man versucht Müll zu vermeiden und diesen zu trennen. Oder auch sein Papiermanagement zu optimieren. Sprich: Es wird recyceltes Druckerpapier verwendet, das am besten beidseitig bedruckt wird. Oder optimaler gleich versuchen, so wenig wie möglich zu drucken. Heizung aus beim Lüften, Licht aus, wenn man geht, das sollten eh schon die Standards sein. Kaffee wächst leider (noch) nicht auf der schwäbischen Alb, aber der morgendliche Kaffee muss sein. Kein Problem, solange auf Kapselkaffee verzichtet wird. Frisch gemahlen aus der Keramiktasse schmeckt er eh am besten.

Upcycling, recycling, reparieren

Upcycling, recycling, reparieren, statt neu kaufen

Bei uns in der Werkstatt fallen durch Reparaturen oder die Anfertigung von Sonderbauten natürlich viele Ressourcenreste an. Diese versuchen wir so gut es geht zu vermeiden und wenn dann sinnvoll und sicher wiederzuverwenden. Auch wenn wir zurzeit in einer Konsumgesellschaft leben, sollte das Kredo lauten, dass man nicht gleich alles neu kauft, sondern es versucht zu reparieren. Wir nehmen defekte oder beschädigte Geräte genau unter die Lupe und versuchen sie wieder in Gang zu setzen, bevor sie das Zeitliche segnen müssen. Falls dies doch der Fall sein sollte, wird es ordnungsgemäß recycelt. So gehen wertvolle Rohstoffe nicht verloren, sondern landen wieder in der Wertschöpfungskette.